Presse zum 8. Spieltag

2:5 – Standard-Fiasko zieht den „Spechten“ auch die letzte Feder

2:5 – Standard-Fiasko zieht den „Spechten“ auch die letzte Feder

Gütersloh (No). Statt des möglichen Sprungs an die Tabellenspitze der Fußball-Westfalenliga kassierte der SV Spexard eine ganz bittere 2:5 (1:5)-Auswärtsniederlage gegen Grün-Weiß Nottuln.

„Das hört sich vom Ergebnis ganz bitter an, das fühlt sich auch ganz bitter an, aber bei so einem Spielverlauf kann man einfach nichts machen“, berichtete „Spechte“-Trainer Martin Simov von einem regelrechten Freistoß-Fiasko aus dem Münsterland. Sechs der insgesamt sieben Treffer resultierten aus Standard- beziehungsweise Freistoßsituationen, nur der SCV-Treffer zum zwischenzeitlichen 2:4 durch Güven Kaplan (70.) war ein herausgespieltes Tor.

Dabei ging es richtig gut los für die Gäste von der Bruder-Konrad-Straße. Marc Birkenhake ist nach sechs Minuten bei einem Eckball mit dem Kopf zur Stelle und köpfte zur Spexarder Führung ein. Doch die galligen Gastgeber schlugen zurück. In der 19., 23. und 42. Minute wähnten sich die Spexarder irgendwie im falschen Film, dreimal schlug das Leder nach einem ruhenden Ball in ihrem Kasten ein, davon waren zwei Tore auch noch abgefälscht.

„Dann packen wir nach Wiederanpfiff richtig konsequent an, doch in der 58. Minute schlägt erneut ein diesmal direkt verwandelter Freistoß der Gastgeber zur 4:1-Führung ein“, notierte Simov. Kaplans Treffer (70.) zum 2:4 war dann nicht mehr als Makulatur, weil Nottuln in der 75. Minute abermals per Freistoß traf. „Keine Frage, wir haben verdient verloren, aber das Wie macht diesen Auftritt zu einem komplett gebrauchten Tag“, war Simov bedient.

SV Spexard: Müller – Lepper (34. Nepke), Dahlkämper, Brück, Keller – Meiertoberens, Gieseker, Drücker, Birkenhake (46. Timmerkamp) – Kaplan (81. Kemper), Schürmann (46. Gürer).

Fußball: Westfalenliga

GW Nottuln bietet gegen SV Spexard beste Sonntagsunterhaltung

Nottuln - Trotz nasskalten Wetters und Dauerregens wurde ein Großteil der 120 Zuschauer am Sonntagnachmittag im Baumberge-Stadion bestens unterhalten. Dafür verantwortlich waren die Westfalenliga-Fußballer von GW Nottuln. Die sorgten zusammen mit dem SV Spexard ein Torspektakel.

Die Schützlinge von Trainer Jens Niehues  verbesserten mit dem 5:2 (3:1)-Sieg die Bilanz vor eigenem Publikum und holten aus den vier Begegnungen zehn Punkte. In der Tabelle ging es hoch auf Platz vier. „Wir entscheiden, wie das Spiel ausgeht“, stellte der GWN-Coach nach dem Schlusspfiff abermals klar. „70 Minuten waren die Jungs deutlich besser. Anschließend wurden jedoch wieder einmal die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen zu groß.“

Zu Beginn der Partie sah es allerdings nicht nach einem derart ungefährdeten Dreier des Aufsteigers aus. Bereits in der sechsten Minute brachte Marc Birkenhake die Gäste in Führung. Zu dieser Phase musste sich die Nottulner Viererkette erst noch ein wenig orientieren, denn Niehues war kurzfristig zu einer Umstellung gezwungen. Max Wenning musste sich am Vormittag krankheitsbedingt abmelden. Daniel Feldkamp rückte dafür neben Kapitän Andre Kreuz  in die Innenverteidigung.

Nach dem frühen Rückstand schüttelten sich die Niehues-Schützlinge zweimal und schlugen dann eiskalt zu. Nach einem Foul an Christian Messing sorgte Daniel Ivanusic mit einem Freistoß aus 18 Metern in der 19. Minute für den 1:1-Ausgleich. Spexards Torhüter Pascal Müller hatte seine Mauer nicht gerade optimal gestellt. Nur vier Minuten später jubelte der Nottulner Anhang ein zweites Mal. Felix Hesker, der sich in der noch jungen Saison als „Torschütze vom Dienst“ auszeichnet, war nach einem Eckball von Ivanusic zur Stelle. Doch damit noch nicht genug vor der Pause: In der 42. Minute jubelte Felix Hesker erneut. Der Mittelfeldspieler sorgte mit einem abgefälschten Freistoß für den 3:1-Halbzeitstand.

Nach dem Pausentee fand das muntere Toreschießen seine Fortsetzung. Diesmal durfte sich Mannschaftsführer Andre Kreuz in die Trefferliste eintragen. Wieder hatte Lars Ivanusic, diesmal per Freistoß, für die Vorarbeit gesorgt. „Anschließend haben wir ein wenig Harakiri-Fußball gespielt“, beobachtete Niehues. Die Folge war der 2:4-Anschlusstreffer durch Güven Kaplan. Eine Viertelstunde vor dem Ende sorgte Ivanusic mit seinem zweiten Treffer für den 5:2-Endstand. Die Entstehung: Natürlich war dem Nottulner Tor eine Standardsituation vorausgegangen. Der Nottulner Neuzugang zwirbelte einen Freistoß in das kurze Eck.

GWN: Wilmsen – Toka, Feldkamp, Kreuz, Böckmann – Schinke, Hesker, Ivanusic – F. Schöne (83. S, Schöne), Messing (79. Gerdes), Ahrens (60. Krasniqi).

Tore: 0:1 Birkenhake (6.), 1:1 Ivanusic (19.), 2:1/3:1 Hesker (23./42.), 4:1 Kreuz (58.), 4:2 Kaplan (70.), 5:2 Ivanusic (75.).

Spexard II – Aramäer Rheda-WD 5:2

Die „Spechte“ fielen zu Beginn regelrecht über die Gäste her. Schon nach zehn Minuten führte der SVS durch Phil Armstrong (5., 6.) und Marco Lecybil (9.) mit 3:0. Albert Dik verkürzte zwar auf 3:1 (15.). Doch Julian Lukas (27.) und Moses Ergun (55.) bauten den Vorsprung aus. Dragi Janev markierte das 5:2 (70.). „Endlich haben wir unsere Chancen auch mal in Tore umgemünzt“, freute sich Spexards Trainer Dirk Siemann.

SV Spexard: Torfestival nach Standards

Die "Spechte" unterliegen bei GW Nottuln mit 2:5 und rutschen auf den sechsten Platz ab.

Der stete Aufwärtstrend des SV Spexard in der Westfalenliga ist von Aufsteiger GW Nottuln vorerst gestoppt worden. Die „Spechte“ unterlagen mit 2:5 und sind von Rang 3 kommend nach der dritten Saisonniederlage auf dem 6. Tabellenrang zwischengelandet.

„Der Nottulner Sieg geht in Ordnung, dass der Gegner die fünf Treffer nach einem Eckstoß und vier Freistößen erzielte, habe ich in dieser Form aber auch noch nicht erlebt“, schilderte SVS-Trainer Martin Simov eine Auseinandersetzung, in der beide Mannschaften aus dem Spiel heraus kaum Torchancen kreierten. Weil zwei Freistöße abgefälscht ihr Ziel fanden, konnte der Coach seinen Spielern nicht einmal den Vorwurf machen, bei den Standards nicht konsequent genug verteidigt zu haben.

„Das Glück lag eindeutig beim Gegner“, haderte Simov mit den fünf Gegentreffern. Dabei hatte Marc Birkenhake das Torfestival nach Standards eröffnet. Nach einem Eckstoß traf „Birke“ zur frühen Gästeführung (6.), und die Spexarder sorgten auch für das einzig spielerisch eingeleitete Tor. Güven Kaplan erzielte nach klugem Zuspiel von Jochen Timmerkamp das 2:4 (70.)

„In dieser Phase waren wir nah daran, den Gegner mit einem weiteren Treffer unter Druck zu setzen“, lobte Simov die Moral seiner Mannschaft. Der nächste, diesmal perfekt in den Winkel geschossene Freistoß machte alle Hoffnungen aber zunichte.

Schiedsrichter: Andreas Braun - Zuschauer: 120.

Tore: 0:1 Marc Birkenhake (6.), 1:1 Lars Ivanusic (19.), 2:1 Felix Hesker (23.), 3:1 Felix Hesker (42.), 4:1 Andre Kreuz (58.), 4:2 Güven Kaplan (70.), 5:2 Lars Ivanusic (75.).