Presse zum 27. Spieltag

Fast gestürzter Held beendet SCR-Drama

Harte Landung für die "Spechte"

Gütersloh-Spexard (de). Wird es für den SV Spexard noch einmal eng in der Fußball-Westfalenliga? Die drittbeste Auswärtsmannschaft der Saison kassierte gestern Nachmittag eine 0:2 (0:0)-Niederlage beim Kellerkind SC Roland und rangiert damit drei Spieltage vor Saisonende vier Punkte vor den Abstiegsplätzen.

„Roland verfügt schon über eine Menge Qualität in seinem Kader. Es wundert mich, dass sie so weit unten in der Tabellen stehen“, sagte „Spechte“-Trainer Martin Simov, der den Auftritt seiner Mannschaft im ersten Durchgang noch als „ganz okay“ einstufte. Immerhin kamen die Gäste auf dem unangenehm zu bespielenden Kunstrasen (Simov: „Das ist aber keine Ausrede“) durch Philip Kunde in einer Eins-gegen-Eins-Situation und Oguzhan Topalca aus zehn Metern zu guten Chancen – verwerteten sie allerdings nicht. Torwart Niklas Drücker bewahrte Spexard zudem noch vor dem Seitenwechsel vor einem Rückstand, als er einen Elfmeter parierte.

„In der zweiten Halbzeit haben wir es nicht gut genug gemacht“, kritisierte Simov den Spielverlauf, in dem die Hausherren in der 80. Minute in Führung gingen. „Danach haben wir natürlich alles offen gemacht“, mochten sich die „Spechte“ nicht mit der Niederlage anfreunden. Doch erst verloren sie den schon im ersten Durchgang für den verletzten Jochen Timmerkamp eingewechselten Martin Aciz nach einem Zweikampf mit der Ampelkarte, dann setzte Roland mit dem Treffer zum 2:0 in der Nachspielzeit den Schlusspunkt.

SV Spexard: N. Drücker – M. Drücker, Dahlkämper, Brück, Azrioual – Kunde, Timmerkamp (31. Aciz), Nekpe, Gieseker –Topalca, Schürmann (88. Abdullahat).

Gelb-Rot: Martin Aciz (87.).

Tore: 1:0 (80.), 2:0 (90+4).

 

 

Fast gestürzter Held beendet SCR-Drama

Roland (gl). Rouven Tünte drohte gestern in einem Beinahe- Drama zum gefallenen Helden des SC Roland zu werden, ehe er mit seinem Treffer zum 1:0 gegen Spexard in der 78. Minute das Tor zum ersten Triumph der Roten seit fast einem halben Jahr weit aufstieß. Der kurz zuvor eingewechselte Nujin Hassan stellte in der 94. Minute schließlich auf 2:0, sodass der seit Monaten aufgestaute Frust der Gastgeber sich endlich in einer Jubelarie auflösen konnte.

Es war ein in Hälfte zwei mitreißendes Spiel, nachdem Tünte in der 22. Minute einen Strafstoß kläglich vergeben hatte und vielen Zaungäste schon Böses schwante. Denn es war wie so oft in dieser Saison. Roland bekam die Partie zunehmend in den Griff, belagerte in den zweiten 45 Minuten ohne Unterlass den Spexarder Kasten – aber brachte die Kugel trotz klarster Gelegenheiten nicht im Gäste-Tor unter. Tünte (49., 54., 61., 73.), der statt Rechtsverteidiger Sturmspitze spielte, Engin Demirdag (61.), Jonas Westmeyer (68.), Dastin Szymanski (72.) und Jannik Tödtmann (77.) ließen Hundertprozentige in Serie liegen. Bitter. Schon Tödtmanns Fehlversuch völlig frei wenige Meter vor dem Gehäuse (75.) hatte schlimmste Befürchtungen geweckt, Roland könne erneut an der eigenen Abschlussschwäche scheitern.

Dann folgte der längst überfällige Führungstreffer des SC. Tödtmanns feinen Schnittstellenpass versenkte Tünte im langen Eck. Jener Spieler, der zuvor in der Angriffsmitte viele Bälle festgemacht, zahlreiche 1:1-Situationen für sich entschieden hatte und sich damit selbst belohnte.

„Heute ziehe ich vor der Mannschaft den Hut“, lobte Rolands Trainer Robert Mainka sein Team. „In dieser Situation so aufzutreten, obwohl wir nur zwölf Mann im Kader hatten, ist schon bemerkenswert.“ Linksverteidiger Sebastian Stroemer kickte zudem mit, obwohl bei ihm der Verdacht auf eine Blindarmentzündung bestand.

 

 

Elfmeter-Abwehr von Drücker reicht nicht

Westfalenligist SV Spexard blickt nach dem 0:2 in Beckum mit Bangen nach unten

Gütersloh (rö). Bis zur 80. Minute lebte beim SV Spexard die Hoffnung auf eine Punkteteilung im Spiel der Fußball-Westfalenliga beim SC Roland Beckum. Dann trafen die Gastgeber doch noch zweimal und der Ligaerhalt der „Spechte“ ist immer noch nicht in trockenen Tüchern.

Drei Spieltage vor Saisonschluss ist für den Tabellenachten der Abstand auf den ersten Abstiegsrang auf vier Zähler geschrumpft. Kein Grund zur Panik und dennoch mahnt Trainer Martin Simov: „Wir sollten das jetzt kontrolliert und konzentriert zu Ende spielen.“ Das gelang im Vergleich mit dem Tabellenzwölften schon in der ersten Halbzeit nicht immer. Nach zwanzig Minuten war der nach Verletzung überraschend wieder im Tor stehende Niklas Drücker gefordert: Niklas hielt einen Strafstoß. Der angeblich foulende Jochen Timmerkamp verletzte sich bei der Aktion und musste Platz für Martin Aciz machen. Für den war mit der gelbroten Karte ebenfalls vorzeitig (87.) Schluss.

Der gehaltene Elfmeter war immerhin der Auftakt zur besten Phase im Spiel des SV Spexard, doch Philip Kunde verpasste es allein vor dem Beckumer Keeper, dem Spiel endgültig eine andere Richtung zu geben. Auch Martin Aciz, ließ eine Schusschance ungenutzt.

In der zweiten Halbzeit erhöhte der Gastgeber den Druck, und der SV Spexard kam kaum noch zu Entlastungsangriffen. In dieser Phase entsprach das Engagement der Mannschaft von Trainer Robert Mainka der prekären Beckumer Tabellensituation. Als die Gäste nach dem Rückstand bei einem Freistoß in der Nachspielzeit noch einmal alles nach vorn warfen, folgte mit dem Kontertor zum 2:0 der Knockout für den SVS.

SV Spexard: N. Drücker – M. Drücker, Brück, Dahlkämper, Azrioual – Kunde, Timmerkamp (31. Aciz), Nepke, Gieseker – Topalca, Schürmann (87. Abdullahat).

Tore: 1:0 (80.) Tünte, 2:0 (93.) Hassan.

 

 

Martin Simov geht trotz 0:2 »nicht die Düse«

SV Spexard bleibt im fünften Spiel hintereinander ohne Sieg – Timmerkamp verletzt sich, Aciz sieht Gelb-Rot

Die sandige Kunstrasen-Betonplatte an der Vorhelmer Straße in Beckum ist für Martin Simov das I-Tüpfelchen eines aus sportlicher Sicht »grausamen Sonntags«.    Sein SV Spexard bleibt auf besagtem unschönen Untergrund durch das 0:2 (0:0) beim SC Roland 1962 Beckum auch in der fünften Partie hintereinander ohne Erfolg und muss  drei Spieltage vor dem Saisonende in der Fußball-Westfalenliga den Blick nach unten richten.

Der Vorsprung zur Abstiegszone ist nach 13. Saisonniederlage auf vier Punkte geschrumpft. »Nervös sind wir deshalb aber nicht. Wir haben jetzt Stadtlohn im Heimspiel und danach geht’s zu Schlusslicht Roxel, da sollten wir wieder einen Dreier landen. Uns geht jetzt nicht die Düse, wir werden aber voll konzentriert arbeiten«, kündigt Simov eine »noch konzentriertere Trainingswoche« für die Seinen an.

In Beckum halten die »Spechte« vor rund 100 Zuschauern in der ersten Hälfte gut mit: Keeper Niklas Drücker, der nach einer Sprunggelenks-Verletzung wieder im Tor steht, pariert einen Elfmeter, bei dessen Verursachung sich Jochen Timmerkamp eine Zerrung zuzieht (30.).  Die Drücker-Parade wird zum Wachmacher, denn Philip Kunde (35.) und Oguzhan Topalca (43.) vergeben in der nun folgenden besten SVS-Phase Top-Chancen. »Davon hätten wir eine nutzen müssen. In der zweiten Hälfte wollten wir das 0:0 verwalten. Das war zu wenig«, so Simov.

Das geht gen Ende mächtig schief: Erst markiert Rouven Tünte für die Beckumer um Trainer Robert Mainka das 1:0 (80.), dann sieht der für den verletzen Timmerkamp eingewechselte Martin Aciz Gelb-Rot (88./wdh. Foulspiel) und Nujin Hassan erhöht nach einem Konter in der Nachspielzeit auf 2:0 (90.+4). Zu den Platzverhältnissen zitiert Simov seinen Jungs noch Rudi Völler: »Wer hier spielt, hat den Fußball nicht lieb.«

SVS: N. Drücker - M. Drücker, Brück, Dahlkämper, Azrioual - Nepke (82. Röbling), Timmerkamp (31. Aciz) - Kunde, Gieseker - Schürmann (88. Abdullahat), Topalca.

Tore: 1:0 Rouven Tünte (80.), 2:0 Nujin Hassan (90.+4).  

 

 

Fußball-Bezirksliga, Staffel 2

5. Punkt für SV Spexard II

Der bereits als Absteiger aus der Fußball-Bezirksliga, Staffel 2, feststehende SV Spexard II erzielte gestern noch einmal einen kleinen Achtungserfolg. Das sieglose Schlusslicht erreichte mit dem 2:2 gegen den TSV Oerlinghausen das fünfte Unentschieden. Den Ausgleich sicherte Jannis van der Veen seiner Mannschaft in der zweiten Minute der Nachspielzeit mit einem verwandelten Handelfmeter. Die „Spechte“ waren nach der frühen Führung durch Burak Köseoglu (6.) gut im Spiel, luden den Gegner mit zwei individuellen Fehler zur 2:1-Führung ein. Vor dem zweiten Treffer will Trainer Hendrik van der Veen ein nicht geahndetes Handspiel eines Oerlinghauseners gesehen haben. SVS-Torwart Rasho Omar rettete seiner Elf den Punktgewinn, bezahlte das aber mit einer Verletzung.

Spexard II: Omar – Shaker, Drücker, Wullengerd, Leißner – Starke, P. Loddenkemper, van der Veen, Leißner (75. L. Loddenkemper), Demnick (89. Miseljic) – Köseoglu.

Tore: 1:0 (6.) Köseoglu, 1:1 (51.) Engmann, 1:2 (87.) Engmann, 2:2 (92.) van der Veen (HE).

 

 

Absteiger SV Spexard II lässt sich nicht hängen

Gütersloh-Spexard (lrs). Obwohl der SV Spexard II bereits seit Wochen als Absteiger in die Kreisliga A feststeht, lässt sich die Mannschaft von Trainer Hendrik van der Veen in der Fußball-Bezirksliga, Staffel 2, nicht hängen. Im Heimspiel gegen den TSV Oerlinghausen erreichte der SVS ein 2:2 (1:0)-Unentschieden.

Durch einen Treffer von Burak Köseoglu (6.) lagen die Hausherren zur Pause nicht unverdient vorne. Im zweiten Durchgang wurde Oerlinghausen stärker, doch die „kleinen Spechte“ hielten gut dagegen. Trotzdem gelang dem TSV der Ausgleich (51.). Als sich eigentlich alle Beteiligten mit einem Unentschieden abgefunden hatten, erzielten die Gäste das 2:1 (87.). Doch in der Schlussminute verwandelte Jannis van der Veen einen Handelfmeter zum 2:2-Endstand. Trainer van der Veen war stolz auf seine Truppe: „Das war heute nicht nur kämpferisch eine gute Leistung, auch im spielerischen Bereich haben wir uns im Vergleich zu den letzten Partien deutlich gesteigert.“

Spexard II: Omar – Leißner, Drücker, Wullengerd, Starke – P. Loddenkemper, van der Veen, Lecybil (77. L. Loddenkemper), Shaker Mahmed – Demnick (89. Miseljic), Köseoglu.

Tore: 1:0 (6.) Köseoglu, 1:1 (51.), 1:2 (87.), 2:2 (90., HE) van der Veen.