Presse zum 16. Spieltag

Westfalenligist SV Spexard kassiert vermeidbare 0:2-Niederlage beim SV Rödinghausen II

0:2 beim SV Rödinghausen II

SV Spexard schon seit sieben Spielen sieglos

Gütersloh-Spexard (hwm). Seit nunmehr sieben Spieltagen wartet der SV Spexard in der Fußball-Westfalenliga jetzt schon auf ein Erfolgserlebnis. Dazu mangelte es den in der Zwischenzeit von Platz drei auf Rang zwölf abgerutschten „Spechten“ gestern bei der 0:2 (0:1)-Auswärtsniederlage gegen den SV Rödinghausen II schlicht an Torgefahr.

„In der ersten Hälfte der Hinrunde haben wir uns vor dem Tor sehr abgezockt angestellt. Das fehlt uns jetzt, und wenn du keine Tore schießt, gewinnst man auch kein Spiel.“ Spexards Trainer Martin Simov war mit dem Auftritt seiner Mannschaft grundsätzlich nicht unzufrieden, vermisste aber die entscheidenden Impulse im Spiel nach vorne. „Das war dann im letzten Drittel einfach zu ungefährlich.“ Mehr als drei Halbchancen durch Güven Kaplan, Philipp Kunde und den eingewechselten Nico Schürmann hatte Martin Simov nach Spielschluss nicht auf dem Zettel.

In einem Spiel ohne große Höhepunkte reichte das auch nicht zum Punktgewinn, weil die Spexarder kurz vor der Pause unnötig in eine Unterzahlsituation gerieten und das 0:1 durch Jonas Burke kassierten. Danach hatten die „Spechte“ dann mehr vom Spiel, brachten den Ball aber nicht mehr wirklich gefährlich hinter die gegnerische Kette. Als zum Ende hin die „Brechstange“ herhalten sollte, konterte der Ex-Verler Martin Aciz stattdessen zum 2:0 für den SV Rödinghausen II. „Wenn wir noch angenehm unter dem Tannenbaum sitzen wollen, sollten wir zum Abschluss gegen Roland Beckum gewinnen“, wünschte sich Martin Simov hinterher zum Jahresausklang.

SV Spexard: Müller – Buchta (65. Adrian), Dahlkämper, Nepke (46. Schürmann), Haukambe – Kunde, Drücker (62. Keller), Timmerkamp, Lepper (55. Gieseker) – Kaplan, Gürer.

Tore: 1:0 (40.) Burke, 2:0 (93.) Aciz.

SV Rödinghausen II behält den Durchblick

Der SVR II und der SV Spexard liefern sich beim 2:0-Erfolg für die Hausherren im dichten Nebel einen harten Fight.

Das war eine allemal reife Leistung: Der SV Rödinghausen II hat sich durch einen 2:0 (1:0)-Erfolg gegen den SV Spexard auf den fünften Platz in der Westfalenliga vorgeschoben. „Der Sieg war sicher nicht unverdient, aber auch ein hartes Stück Arbeit“, meinte Rödinghausens Trainer Björn Hollenberg.

Sein Team erarbeitete sich im ersten Durchgang nach ausgeglichener Anfangsphase immer mehr Vorteile, konnte diese aber erst kurz vor der Pause zum 1:0 nutzen. Dogukan Demiray wurde vor dem Tor freigespielt, er scheiterte an Spexards Keeper Pascal Müller, doch den Abpraller brachte Jonas Burke überlegt aus zwölf Metern im Netz unter (41.). Nach dem Wechsel verpassten Janis Büscher und Maximilian Urban, die beide kurz vor dem Spexarder Tor geblockt wurden, einen Ausbau der Führung, ehe die Gäste in den letzten 20 Minuten immer besser ins Spiel kamen und auf den Ausgleich drängten.

Im immer dichter werdenden Nebel behielt der SVR II aber den Durchblick und ließ keine wirklich klare Torchance zu. Stattdessen setzte das Hollenberg-Team mit der letzten Aktion des Spiels noch einen Glanzpunkt. Nach Vorarbeit von Lasse Müffelmann traf Martin Aciz per Seitfallzieher aus 16 Metern zum 2:0. „Die erste Halbzeit ging klar an uns. Im zweiten Durchgang hat sich Spexard dann gefunden, aber wir haben es überstanden. Da bin ich auch sehr froh über die Entwicklung des Teams. Im Hinspiel, das wir 3:4 verloren haben, war es zum Teil vogelwild. Jetzt haben wir im Rückspiel zu Null gespielt“, freute sich Hollenberg.

„Wir machen zu wenig Tore“

Westfalenligist SV Spexard kassiert vermeidbare 0:2-Niederlage beim SV Rödinghausen II. Trainer Martin Simov beklagt Offensivflaute

Der SV Spexard ist in der Westfalenliga im sechsten Spiel in Folge sieglos geblieben. Beim SV Rödinghausen II unterlag das Team von Trainer Martin Simov mit 0:2 und fielen durch die siebte Saisonniederlage auf den 12. Tabellenrang zurück.

Der SV Spexard musste zum Auftakt der Rückrunde auf den grippekranken Kapitän Steffen Brück verzichten, doch am Fehlen des zuverlässigen Innenverteidigers wollte Martin Simov die Niederlage nicht festmachen. „Die war absolut unnötig“, schilderte der Coach eine Partie auf Augenhöhe, die aber in der 40. Minute den aus Spexarder Sicht entscheidenden Rückschlag erhielt. „Wir haben völlig grundlos unsere Ordnung verloren, gerieten in der hinteren Reihe plötzlich in Unterzahl und kassieren so den Gegentreffer“, ärgerte sich der Trainer.

Von diesem Rückstand ließen sich die Gäste in der zweiten Halbzeit nicht beeindrucken und eroberten mehr Spielanteile, doch die bekannten Schwächen im Angriffsdrittel prägten auch den Vergleich mit dem Rangfünften. Daran änderten auch die offensiven personellen Wechsel zur Pause und zu Beginn der zweiten Halbzeit nur wenig. „Wir machen einfach zu wenige Tore“, haderte Simov mit den „Halbchancen“ durch Güven Kaplan, Philip Kunde und Nico Schürmann.

„Wir haben gegen einen bekannt spielstarken Gastgeber zwar keine weiteren klaren Chancen zugelassen, aber es reicht nicht, wenn du selber nicht triffst“, fand der Trainer einen einfachen Grund für die Niederlage. Dem Treffer zum 2:0 in der Nachspielzeit nach einem Konter durch den Ex-Spexarder Martin Aciz maß Martin Simov keine weitere Bedeutung zu. „Verhindern wir das 0:1, dann holen wir auf jeden Fall einen Punkt“, sagte Simov.

Schiedsrichter: Lukas Sauer - Zuschauer: 44.  -  Tore: 1:0 Jonas Burke (40.), 2:0 Martin Aciz (90.).