Presse zum 16. Spieltag

Dank Drücker ein ganz dicker Dreier

Spexard übertrifft mit 2:0 die eigenen Erwartungen

Vreden (hoh). Vor der Westfalenliga-Partie beim Spitzenteam Spielvereinigung Vreden schlug Martin Simov bescheidene Töne an. Seine Marschroute: „Ich wollte, dass man erkennt, dass wir uns weiterentwickelt haben.“ Das ist seiner Mannschaft eindrucksvoll gelungen. „Wir haben sogar einen draufgelegt“, sagte der Trainer gestern nach dem überraschenden 2:0-Auswärtssieg seines SV Spexard.

Ausschlaggebend für den Coup in Vreden, durch den der SVS auf den neunten Platz kletterte, war zum einen, dass es den Gästen gelang, konzentriert die Grundordnung zu halten. „Unser Positionsspiel war Eins-A, das haben wir aber auch bis zum Erbrechen trainiert“, lobte Trainer Simov. Zum anderen konnte sich Spexard gestern auf seinen Schlussmann verlassen. In der ersten Hälfte bewahrte Niklas Drücker sich und sein Team mit mehreren Glanztaten vor einem Rückstand. „Gegen so einen Gegner bleibt es nicht aus, dass man Chancen zulässt, aber unser Torwart hat einen super Job gemacht“, sagte Simov, der nach dem ersten Durchgang miterlebte, wie sein Team nach und nach immer besser in die Partie fand. Mit der Krönung in der Schlussphase.

In der 76. Minute setzte sich Philip Kunde auf der Außenbahn durch, ehe er Justin Kemper in der Mitte bediente, der zum 1:0 für Spexard traf. Vreden rannte jetzt verbissen an, doch die SVS-Defensive hielt stand. In der Nachspielzeit vollendete schließlich Nico Schürmann einen Konter mit dem Tor zum 2:0.

SVS: N. Drücker – Adrian, Brück, Dahlkämper, M. Drücker – Topalca (76. Grollmann), Aciz, Timmerkamp, Kunde – R. Drücker (60. Schürmann), Kemper (90. Wohlgemuth).

Tore: 0:1 (76.) Kemper, 0:2 (90.+4) Schürmann.

 

 

SpVgg Vreden - SV Spexard 0:2

SpVgg belohnt sich nicht

Vreden Geknickt verließen die Spieler der SpVgg Vreden den Kunstrasenplatz. Mit 0:2 hatten sie gerade gegen den SV Spexard verloren. Absolut unnötig.

Den Rückstand auf Tabellenführer FC Gievenbeck konnte die SpVgg Vreden am Sonntag nicht verkürzen. Im Gegenteil: Nach dem 0:2 gegen den SV Spexard musste die SpVgg Preußen Münster II vorbeiziehen lassen und ist jetzt Tabellendritter.

Bis in die Nachspielzeit hinein investierten die Vredener alles, um zumindest noch einen Punkt zu holen. Doch mit der letzten Aktion der Partie vor rund 70 Zuschauern machten die Gäste aus Gütersloh mit dem 2:0 den Deckel drauf. Nico Schürmann luchste dem aufgerückten SpVgg-Torhüter Ricardo Ottink den Ball ab und schoss ihn ungehindert ins leere Tor.

Dass es soweit kam, hatten sich die Vredener selbst zuzuschreiben. Denn Chancen hatten sie sich genügend herausgespielt, um die Begegnung für sich zu entscheiden. Die erste der Partie verzeichnete zwar Spexards Philip Kunde, doch Ottink parierte (5.). Danach entwickelte sich nahezu ein Spiel auf ein Tor. Die erste Großchance vergab Nils Temme nach Zuspiel von Raul Murillo (15.), der kurz darauf in letzter Instanz gestoppt wurde (19.). Murillo verzeichnete auch in den Schlussminuten des ersten Durchgangs eine Riesengelegenheit, erwischte den Ball nach Flanke von Lars Ivanusic aber nicht (45.) und scheiterte kurz darauf per Volleyschuss am Gästetorwart.

 

 

Nicht konsequent genug

Nach der Pause ging es so weiter. Die SpVgg kombinierte gefällig, war aber vor dem Tor nicht konsequent genug. So verzog Murillo frei vor dem Keeper (61.), Nils Temmes Schuss ging knapp am langen Eck vorbei (67.). Die Gegenstöße der Gäste beschworen dabei oft Gefahr herauf. Etwa mit einem Lattenschuss aus 30 Metern von Martin Aciz (63.) oder beim Schuss von Kunde, den Ottink stark parierte (71.). Machtlos war er dann fünf Minuten später. Carlo Korthals lag nach einem Zweikampf am Boden, der Schiedsrichter ließ weiterlaufen, Kunde zog in den Strafraum, bediente Justin Kemper zum 1:0.

Davon angestachelt gaben die Vredener noch mal Vollgas. Doch weder der Kopfball von Sebastian Hahn (84.), noch der Volley von Marvin Möllers (85.) oder der Schuss von Niklas Niehuis (87.) fanden den Weg ins Tor.

Und das musste SpVgg-Trainer Marcus Feldkamp seinem Team ankreiden: „Wir können zur Pause schon 4:0 führen. Wir waren die stärkere Mannschaft, haben Druck gemacht, waren aber vor dem Tor nicht zielstrebig genug.“

SpVgg Vreden: Ottink - Klein-Günnewick, Hahn, Enning (81. Steiner), Ivanusic - Korthals (79. Rose) Wiesweg, Hakvoort (75. Niehuis), Möllers - Nils Temme Murillo.

Tore: 0:1 Klemper (76.); 0:2 Schürmann (90.+4).

 

 

Dank Drücker ein ganz dicker Dreier

SV Spexard überrascht mit 2:0 in Vreden

Vreden (dh). Im Kampf um den Klassenerhalt setzt Fußball-Westfalenligist SV Spexard gestern Nachmittag ein ganz dickes Ausrufezeichen. Beim bisherigen Tabellenzweiten SpVgg. Vreden gewinnen die »Spechte« mit 2:0 (0:0) und packen ein sattes Sechs-Punkte-Polster zwischen sich und dem auf dem ersten Abstiegsplatz stehenden SC Herford (0:8-Klatsche in Schermbeck). »Diesen Sieg genießen wir. Aber schon am Montag beginnt die Arbeit im Hinblick auf unserer letztes Spiel in diesem Jahr gegen Neuenkirchen«, will SVS-Trainer Martin Simov den Schwung mitnehmen.

Zunächst hält Torhüter Niklas Drücker seine Farben in Vreden mit einigen Glanztaten im Spiel. »Er hat einen super Tag erwischt und zwei, drei Riesenchancen vereitelt«, sagt Simov: »Über ein 0:1 zur Pause hätten wir uns nicht beschweren dürfen. Und dann wäre es natürlich ganz schwer geworden.« So kommen die im Positionsspiel überzeugenden »Spechte«, die Abstände zu den Gegenspielern passen im Gegensatz zur 0:4-Hinspielniederlage diesmal, in der zweiten Hälfte besser in die Partie, Martin Aciz trifft die Latte (52.) und einen Schuss von Philip Kunde (58.) klärt Vredens Schlussmann Ricardo Otting auf der Linie. Schließlich sorgt Justin Kemper, der eine flache Hereingabe von Kunde verwertet (75.), für das 1:0. »Wir haben dann auf eine große Druckphase gewartet. Aber die kam nicht«, so Simov. In der Nachspielzeit nutzt Nico Schürmann einen Ballverlust der aufgerückten Hausherren zum 2:0. »Der Sieg ist glücklich, aufgrund unserer Steigerung in der zweiten Halbzeit aber nicht unverdient«, findet Martin Simov, der seine Formation kurzfristig umbauen musste. Der erkrankte Ilja Nepke hatte sich am Vormittag abgemeldet.

SV Spexard: N. Drücker - Adrian, Brück, Dahlkämper, M. Drücker - Kunde, Timmerkamp, Aciz, Topalca (76. Grollmann) - Kemper (89. Wohlgemuth), R. Drücker (60. Schürmann).

Tore: 0:1 Justin Kemper (75.), 0:2 Nico Schürmann (90.+4).

 

 

Matchplan perfekt umgesetzt

Westfalenligist SV Spexard gewinnt beim Tabellendritten Spvg. Vreden mit 2:0

Gütersloh (rö). Zum Saisonstart in der Fußball-Westfalenliga hatte sich zwischen dem SV Spexard und der Spvg. Vreden beim 0:4 ein Klassenunterschied aufgetan. Davon war gestern im Rückspiel zwischen dem Tabellendritten und den „Spechten“ keine Rede mehr. Im Gegenteil: Das Team von Trainer Martin Simov setzte die erstaunliche Entwicklung der letzten Wochen fort und schob sich mit einem 2:0-Erfolg auf Rang zehn.

Simov gab aber zu: „In der ersten Halbzeit hat uns Niklas Drücker im Spiel gehalten.“ Der SVS-Keeper glänzte bei mehreren Vredener Gelegenheiten mit großartigen Reflexen. „Über einen Pausenrückstand hätten wir uns nicht beschweren dürfen“, wusste Simov. Aber auch schon in dieser Phase erspielten sich die Gäste, bei denen neben Nils Röbling und Marco Gieseker kurzfristig auch der erkrankte Ilja Nepke passen musste, eigene Tormöglichkeiten.

Noch besser agierten die Spexarder nach Wiederbeginn. „Mit unserem guten Positionsspiel haben wir die Vredener Offensive nicht mehr zur Entfaltung kommen lassen“, freute sich Simov, wie konsequent seine Spieler den Matchplan umsetzten. Martin Aciz setzte das erste Ausrufezeichen, traf mit einem Distanzschuss aber nur die Latte (56.). Zwei Minuten später kratzte Vredens Torhüter Ricardo Ottink einen Schuss von Philip Kunde nur mit größter Mühe noch von der Torlinie.

Die längst ausgeglichene Begegnung kippte in der 76. Minute endgültig zugunsten der Gäste. Kunde überlief auf dem linken Flügel in gewohnter Manier seien Gegenspieler und passte in die Mitte, wo Justin Kemper genau zum richtigen Zeitpunkt eingelaufen war und zum 0:1 einschob.

Die mit dem Aufstieg liebäugelnden Gastgeber warfen in der Schlussphase alles nach vorn, ohne aber zu klaren Abschlüssen zu kommen. „Niklas musste kaum noch eingreifen“, schilderte die letzten Minuten. In der vierten Minute der Nachspielzeit war die Überraschung endgültig perfekt. Nico Schürmann erzielte nach einem blitzsauberen Konter das 2:0. Mit sechs Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang, den jetzt der SC Herford nach einer 0:8-Schlappe in Schermbeck einnimmt, darf der SV Spexard mit Optimismus in die letzte diesjährige Partie SuS Neuenkirchen gehen.

SV Spexard: N. Drücker – Adrian, Brück, Dahlkämper, M. Drücker – Kunde, Timmerkamp, Aciz, Topalca (77. Grollmann) – Kemper (90. Wohlgemuth), R. Drücker (59. Schürmann).

Tore: 0:1 (76.) Kemper, 0:2 (94.) Schürmann.